Besenderung von Weißstörchen im Rheinland-Pfalz Bornheim




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4. Besenderung von Störchen
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Zusammen mit der Vogelwarte Radolfzell führt die Aktion PfalzStorch e.V. erstmalig und eventuell auch nur einmalig in Rheinland-Pfalz eine Besenderung von Jungstörchen durch. Da jedes Jahr die Jungstörche nach Süden abziehen, aber nur ungefähr ein Drittel wieder zurückkommt, soll nun auch die geheimnisvolle und gefährliche Reise rheinland-pfälzischer Störche wissenschaftlich untersucht werden.

Dazu erhalten am 13. und 14. Juni insgesamt 25 Jungstörche in Worms, Lachen-Speyerdorf, Bornheim, Germersheim-Sondernheim, Rülzheim, Leimersheim und Dietrichingen-Kirschbacherhof Sender mit Solarstromversorgung. Die Sender wiegen nur ca. 50 g und speichern alle 5-20 Minuten Positionsdaten. Als SMS werden diese dann mindestens ein Mal am Tag an die Datenbank „movebank“ geschickt, so dass mit höchstens eintägiger Verzögerung die Route der Senderstörche über die kostenlose App animaltracker verfolgt werden kann.

In diesem wissenschaftlichen Projekt sollen nicht nur Daten über Aufenthaltsorte und Zugwege gewonnen werden, sondern mittels spezieller Sensoren werden auch Aussagen über Körperbewegungen wie Laufen, Segel- oder Ruderflug sowie über Ruhephasen gemacht werden können. Dass diese umfangreichen Forschungen nun auch in Rheinland-Pfalz möglich sind, ist nicht nur dem Wissenschaftler Dr. Wolfgang Fiedler (Max-Planck-Institut/Vogelwarte Radolfzell) zu verdanken, sondern auch der Großzügigkeit der zahlreichen Senderpaten, die die Aktion PfalzStorch für die Finanzierung dieses Projektes gewinnen konnte. Einige Einzelpersonen finanzierten Besenderungskosten von knapp 2500 Euro für einen Sender einschließlich der entstehenden Roaming- und Genehmigungsgebühren. Manche waren von dem Projekt so begeistert, dass sie gleich zwei Senderstörche ausstatteten. Institutionen und Betriebe wie Daimler, die Pfalzwerke, die VR Bank Südpfalz sowie die Stiftungen naturelife und der Förderverein zum Schutz und zur Pflege von Natur und Landschaft der Südlichen Weinstraße unterstützten die Aktion. Viele Privatleute und Naturschutzvereine finanzierten gemeinsam drei der 23 von der Aktion PfalzStorch gekauften Sender Drei weitere Sender steuert das MPI/Vogelwarte Radolfzell auf vorausgehenden Projekten in Baden-Württemberg noch bei.

Zur weiteren Finanzierung ihrer vielfältigen Aufgaben vergibt die Aktion PfalzStorch auch in diesem Jahr wieder Storchen-Patenschaften.

Informationen zum Besenderungsprojekt, zum Workshop animaltracker am 11.6. und zu den Arbeitsgebieten der Aktion PfalzStorch gibt es im Rheinland-Pfälzischen Storchenzentrum, Kirchstr. 1, 76879 Bornheim (Christiane Hilsendegen 06348 610757) oder unter www.pfalzstorch.de

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